Tag 10

Ein paar Daten zu Anfang:
– 1/9 der Etappe erreicht (mehr wie 1/10!)
– Die Nummerierung der Tage ist zweistellig
– Bisher über 100€ ausgegeben, aber aufgrund besonderer Zuflüsse noch nicht zum Bankomaten gehen müssen
– 1 freier Tag
– Anzahl Sonnenbrände: 1
– Regentage: 2

Stelle gerade fest das Möven dem gleich kommen, was in Städten Tauben sind. Mit dem Unterschied, das sie nicht ‘gurr gurr’ sondern ‘WÄÄÄÄÄ WÄÄÄÄÄ’ machen und Angriffe auf Fischbrötcheninhaber starten.

Beim nach Hause fahren beinahe eingeschlafen. Werde das Feierabendweinchen auf eins beschränken müssen, will ich in Zukunft an einem Stück nach Hause kommen.

Tag 9

10:01 Der Tag beginnt mit einer elektrischen Rasur.
10:24 Teeritual im Freien!

Dieser eine Vorhang da in diesem einen Fenster hat sich glaube ich gerade bewegt.
Ich werde das mal im Auge behalten.

Eben mit dem Rad meine tägliche Strecke absolviert. In dem kleinen Waldstück, durch das ich komme, stand heute ein Saxophonist an einer Bank und spielte vor sich hin.

15:11 Pause mit Herr Currywurst und Frau Frites. Haben Sourcreme mitgebracht. Wir trinken Cola aus Flaschen.

Nach einer kräftigen Regendusche haben es sich Horden an Gästen nicht nehmen lassen sich üppigst mit Wein zu begiessen, was zu Erschöpfungen hier und da führte. Besonders hier drüben, aber auch dort. Na auf jedenfall eher nah wie fern.

Eben dann noch mit jemandem telefoniert, der Befürchtungen hat. Scheint sich über seine Unersetzbarkeit nicht im klaren, was ich dann nochmal zum Ausdruck gegeben habe.

Man merkt, die Erschlaffung macht sich breit, besonders im Hirn, was zu verzwickelten Formungen im Satzzusammengefüge fûhrt.

Gute Übernächtigung, allerseiten.

Tag 8

8:38 So früh war ich auf der Insel noch nie wach. Viel geschäftiger als zu erwarten wäre.
Heute erwartet mich eine 14 Stunden Schicht, vor der es mich schon bangt.

Schicht wurde erfreulicherweise von einem unerfreulichen Spiel unterbrochen, was der ganzen Sache jä ein Ende bereitet hat.
Zu meckern gibt es eigentlich nix, weil unsere Jungs eine Klasse Leistung abgegeben haben.

Heute außerdem einen neuen sehr angenehmen sozialen Kontakt gehabt. So nach 8 Tagen Isolation und Knochenharter Arbeit fühlte sich das ganz angenehm an.

Stelle zudem fest, das mir diese Bloggerei irgendwie behilflich ist, womit ich so eigentlich nicht gerechnet habe. Schließlich war es nur als Zeitvertreib gedacht.

Jetzt noch 4 Tage durchhalten und dann hoffentlich wieder einen freien Tag.

Tag 7

10:37 Es beginnt der letzte Tag der ersten Woche mit stark bewölktem Himmel mit einer Tasse Kamille-Pfefferminz Tee.
11:17 Beobachte gerade einen Surfer, der sich 5 Minuten lang inu die Wellen käpft, und dann in 5 Sekunden an den Strand gespült wird.

So, eben von der Arbeit nach Hause gespült worden. Wenn die Welle einen erfasst hat, hilft nur noch Nase zu halten und durch. Dieser Tag kann mir getrost an den Annalen vorbei gehen.

Tag 6

9:01 Kein Wecker hat geklingelt. Macht aber nix, denn ich hab mich noch nicht an die rangierenden Züge gewöhnt.
10:00 Teeritual. Heute mit Naseputzen und extremes Teabagging.
10:17 Gerade telefoniert. Sag aber nicht warum.

Mein geplanter Strandtag ist gerade ins Wasser gefallen. Wenn die Sonne über Mittag nicht rauskommt und es beim Regen bleibt, gibts nicht mal einen Strandspaziergang.
Trotzdem schau ich gleich noch nach einem Geschäft für Badehosen und Schnorchel.

15:50 Hab am Strand ein Internetz gefunden!
15:51 Dieser blöde Wind hat grad ein paar Wolken an den Strand geblasen.
Habe mir ja gerade überlegt ob ich mal ins Wasser gehe, befürchte aber einen akuten Anfall von Schrumpfpimmelitis.

Habe mir soeben die maximale Dosis an Zucker verpasst inc bin jetzt bereit für Sie Nacht.
Bevor es aber zum äußersten kommt muss ich schnell von meiner neusten Entdeckung berichten, dem AOL friendstream. Ein App, das automatisch einen Status zu verschiedenen social communities sendet. Muss das jetzt nur noch mit Bildern versuchen.

Dazu aber morgen neue.

Tag 5

Heute zum ersten mal eine dunkelblaue See an einem scharfkantigem Horizont. Eine stärker Westwind lässt die Sonne kaum spuren.

16:13 Pfefferlachs auf Kräuterspagetthi
22:48 Feierabendromantik
Hätte doch einen Pulli mitnehmen sollen. Diese Insel hat ein Wetter, das man erst lernen muss.

Ich beobachte an mir sekbst, wie ich mir Rituale einrichten. Morgens zum Beispiel erst mal eine Tasse Tee. Dann kann es losgehen.

Heute war ein guter Tag 5, kann ich jedem nur empfehlen.