Im Januar eröffnete Stefanie Weidner am Brüsseler Platz den Solution Space, eine Mischung aus Coworking, Bürogemeinschaft und Think Tank. Ihr Ziel: Aus Einzelkämpfer Teamworker machen.

Steffi ist 27 und kommt aus Köln. Nach ihrer Ausbildung zur Grafikerin studierte sie an der KISD (Köln International School of Design). Anschließend hat sie sich als Service Designerin und Konzeptionerin selbständig gemacht.

bloggingMAG: Was ist solution seeker?

Stefanie: Solution Seeker ist das Büro, mit dem ich mich als Service Designerin und Konzeptionerin selbständig gemacht habe. Solution Seeker betreut den Solution Space.

bloggingMAG: In dem wir uns hier gerade befinden.
Was ist das Konzept von Solution Space?

Stefanie Weidner / Bildquelle: Facebook

Stefanie: Der Solution Space ist ein Ort, der sich an Selbständige und Freiberufler richtet. Als ich in Köln, Berlin und Maastricht gearbeitet habe, da habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Cafes gab, in denen man zwar 10 Stunden mit seinem Laptop erwünscht war. Dort gab es auch Coworkingspaces. Allerdings habe ich bemerkt, dass es doch relativ anonym bleibt und man als Selbständiger, als einzelne Person zum Einzelkämpfer wird.
Das versuche ich mit dem Solution Space zu ändern, in dem ich eine Anlaufstelle für Selbständige und Freelancer biete. Es kann gecoworked werden, aber da es hier etwas kleiner ist, wird man quasi gezwungen miteinander zu reden.  Ich versuche mit jedem der reinkommt zu reden und ein Profil zu erstellen, um herauszufinden, wer wem helfen kann Probleme zu lösen.

bloggingMAG: Worin unterscheidet sich der Solution Space genau von einem normalen Coworking Space?

Stefanie: Der Unterschied ist, das hier alles etwas kleiner ist und das alles von mir moderiert wird. Sofern sie das möchten. Auf wunsch versuche ich die Leute miteinander zu verknüpfen. Zudem wird es hier noch Veranstaltungen geben, wie heute den Arduino-Workshop. Wie in einem normalen Coworking Space kann man sich aber auch einfach für 12 Euro am Tag einmieten.

bloggingMAG: Ist der Solution Space auch eine Art Think-Tank?

Stefanie: In gewisser Weise schon, ja. Mein Bestreben ist es, die Leute kennen zu lernen, zu schauen wie sie arbeiten und was sie machen. Ich helfe auch, wenn Unternehmen Interesse haben und Mitarbeiter suchen.

bloggingMAG: Heute findet hier der Arduino-Workshop statt.

Stefanie: Ja, der erste. Das macht Michael von der Dingfabrik. Am 12. Januar ist ein weiterer Arduino-Workshop und entweder heute oder am 12. werde ich auch teilnehmen. Ich finde das super interessant. An der KISD habe ich auch schon einen Kurs gemacht.

Während des ersten Arduino-Workshops im Solution Space / Bild: Martin Coolen

bloggingMAG: Wie ich gesehn habe ist das erst der Anfang einer ganzen Reihe von Workshops.

Stefanie: Ja, der am 12. Januar ist ein weiterer Anfänger-Workshop und dann schauen wir wie die Nachfrage ist. Wird das Angebot angenommen und haben sie Lust auf einen Fortgeschrittenen-Workshop oder auf eine Arbeitsgruppe, dann machen wir uns da dran.
Ich hab am Anfang extra wenig vorgegeben, um den Leuten einfach auch Space zu geben, damit sie  ihre eigenen Bedürfnisse äußern und das Programm mitgestalten. Deshalb ist die Einrichtung auch noch relativ spartanisch. An der Tür hängt eine Wunschliste und je nachdem was gebraucht wird, passen wir uns den Bedürfnissen an.

bloggingMAG: Was hat es mit dem Space-Viewing auf sich?

Stefanie: Genau, nicht Public-Viewing sondern Space-Viewing. Am Donnerstag den 12. Januar gibt es einen Vortrag zum Thema Urban Mobility, was ein ziemlich interessantes Thema ist und von dem ich denke, dass es auch andere interessant finden könnten. Es ist ein Webinar und wir werden das mit dem Beamer gegen die Wand beamen und die Leute können kommen und quatschen und sich das angucken. Es gibt Kaffee, Bionade, Clubmate und Wasser. Alle sind herzlich eingeladen zu kommen.

bloggingMAG: Wie ist die Perspektive, wo möchtest du mit dem Solution Space in einem Jahr stehen? 

Stefanie: Ich wünsche mir, dass ich die Leute miteinander verbinden kann. Ich versuche anhand von Problemstellungen Leute mit denen zusammen zu bringen, die das gut können. Aus Einzelkämpfern sollen Teamplayer werden. Die Leute sollen die Möglichkeit haben, wenn sie das wollen und für ihre Projekte brauchen, eng zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.
Es wird verschiedene Veranstaltungen geben, wo sich Selbstständige beraten lassen können zu Themen, die sie vorher vorgeben und die sie sich wünschen.
Es wäre natürlich super, wenn möglichst viele Leute kommen und das Angebot nutzen und man es dann erweitern kann, wenn Bedarf besteht.
Im Sommer kann man sich dann auch mal nach draußen setzen, darauf freue ich mich schon. WLAN hat man da auch, man hat also alles was man braucht.

bloggingMAG: Gibt es noch irgendwas, was du unbedingt sagen willst?
Stefanie: Kommt alle hier her!

bloggingMAG: Vielen Dank für das Interview!

Facebook: Stefanie Weidner
Facebook: Solution Seeker

Die Events des Solution Space findet ihr unter anderem im Kölner Netz Kalender.


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2 Kommentare Solution Space – Interview mit Stefanie Weidner

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