Droid Boy Podcast Nr. 80 – CoworkLab

beitragsbild

Meine letzte Etappe in der Coworkingspace-Update Tour bringt mich in die Machabäerstraße 28 in Köln, zwischen der Eigelsteintorburg und dem Kölner Hauptbahnhof. Dort treffe ich die beiden Mexikaner Erik und Dirk, die mir ihren Coworkingspace und das Konzept dahinter vorstellen. Denn bei einem Coworkingspace soll es nicht bleiben. Ganz nebenbei sprechen wir noch über die Coworkingszene in Mexico City und die unterschiedliche Menthalitäten von deutschen und mexikanischen Coworkern.

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Das CoworkLab trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Der kleine Coworkingspace mit seinen 300m²  ist ein Labor für die beiden Macher Erik und Dirk, die hier erst ein mal alles mögliche falsch machen wollten, um am 1. Januar 2017 die weiteren Phasen zu starten. Mittlerweile wissen sie: Eine Kaffeemaschine muss gut sein (Siebträger), die Arbeitsatmosphäre ruhig aber kooperativ und die digitale Kommunikation muss stimmen, sonst bekommt keiner mit, was sie hier eigentlich anbieten. Sie sehen das Lab als ein Proof of Concept, das zeigt, das ihre Idee funktioniert: Ab dem 1. September sind die 300m² ausgebucht, sie überlegen je nach Nachfrage weitere 8 Plätze anzubieten.

Jetzt sehen sie sich gewappnet in Kooperation mit dem Frankfurter Inkubator Seedfunnel einen zweiten Coworkingspace in Stuttgart zu eröffnen. Dort soll der Arbeitsplatz der Zukunft mit Hilfe von IoT erste Züge annehmen. Die Vision: Egal wo sich der Coworker befindet, mit Near Field Communication soll der Coworker in jeder Stadt Zutritt zu einem Coworkingspace bekommen, Besprechungsräume buchen und Zugang zu weiteren Services erhalten. Maximale Flexibilität ist dabei das Ziel. Auch wenn das bedeutet, das im Sommermonat August erst mal weniger Coworker im OpenSpace sitzen. Sommerzeit heisst Urlaubszeit.

Phase drei ist dann ein weiterer Space in Düsseldorf. Und dann soll es wieder in Köln entweder um eine Erweiterung des aktuellen Spaces in die zweite Etage oder um einen weiteren Space in Köln in der Nähe des Zülpicher Platzes gehen. Hauptsache zentral. Wann es aber für Phase 3 und 4 so weit sei, können die Dirk und Erik noch nicht vorher sagen.

Wie alles begann

Hätte Dirk Erik nicht vom Coworking-Prinzip erzählt, gäbe es heute vielleicht kein CoworkLab, erzählen sie mir im Podcast. Denn als 2014 Erik in Köln nach einem Büro mit seinem damaligen Unternehmen sucht, tut er sich schwer etwas passendes zu finden. Zunächst mieten sich beide also in den Raum ein, in dem auch der Podcast aufgezeichnet wurde. Nach und nach entwickelte sich dann das Konzept und es kommen Raum um Raum hinzu.

Dabei wurde ihnen schnell klar, als sie sich andere Coworkingspaces in Köln ansahen, das sie zwar eine größere Flexibilität anbieten möchten, aber auch eine ruhigere Arbeitsatmosphäre. Monatlich kann gekündigt werden, das gilt selbst für die Team-Büros, die es auch in einer möblierten Version gegen eine Kaution gibt. Neben den 3 Team-Büros gibt es einen Konferenz-Raum, eine Küche eine Chillout-Ecke und eine Terasse, auf der sie bereits zur EM grillten. Klimaanlage, ein schnelles Internet, Drucker und was man sonst noch so braucht, ist in jedem Tarif inklusive. Ingesamt handelt es sich beim CoworkLab und ein bezahlbares Angebot. Der teuerste Coworking-Platz kostet gerademal 250€.

Events nach der Sommerpause

Etwas überraschend für die hitzerprobten Mexikaner ist die Sommerpause, die die Kölner zu den heißen Monaten einlegen. Ab September gehe es aber los mit zwei Events, erzählen sie mir. Zum Einen planen sie ein Entrepreneur-Roundtable via Startup-Blink. Zum Anderen ein monatlicher Networking-Frühstück, zu dem erfahrene Gründer eingeladen werden sollen. Näheres dazu demnächst auf ihrer Webseite und via Facebook und Twitter.

 

Über Erik und Dirk

Erik: Mexikaner, seit 5 Jahren in Köln. Kam nach Köln, weil hier seine Frau herkommt. Er hatte also keine Wahl! 😉 Besitzt einen Beratungsbackground (KPMG und ein großes mexikanisches Handelsunternehmen). Startete nach seiner Ankunft in Köln neue Projekte. Nach dem letzten Exit war die Überlegung da, Vollzeit in der Startup-Szene zu arbeiten, nämlich über den Coworkingspace und einem Inkubator.

Dirk: Kennt Erik aus der Deutschen Schule in Mexico City, der drei Jahre über ihm war. Ist 2010 nach Deutschland gekommen, da ihm die Situation in Mexiko zu gefährlich war. Ist halber Belgier und halber Mexikaner. Deutschland war die erste Wahl, da er die Sprache kannte. Köln war naheliegend, da er sich hier bereits auskannte. Ursprünglich war er viel im Motorsport tätig, zum Beispiel bei der Organisation der Ralley WM. Hatte aber schon in Mexiko Anschluss an die Startup-Szene. Jetzt zuständig für die digitale Kommunikation des CoworkLab.

Die Kölner Coworking-Szene:

Weiterführende Links

Webseite: CoworkLab
Twitter: @CoWork_Lab
Facebook: CoworkLab

Webseite: Seedfunnel
Webseite: Startup-Blink

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *