Kölns Wikipedia Community hat sich ein paar Jahre Zeit gelassen. Endlich aber hat es geklappt, mit einer eigenen Räumlichkeit, einem eigenen Lokal. Deutschlandweit ganz bestimmt, vielleicht aber auch weltweit, ist das Lokal K im Kölner Stadtviertel Ehrenfeld einzigartig, erklärt mir Raimond Spekking im 73. Droid Boy Podcast. Er hat mich zum Tag der offenen Tür eingeladen, wo ich ihn auf Rattanmöbel sitzend, umgeben von einer kleinen, lauten Horde von Editoren, 15 Minuten lang interviewe.

Mein erster Kontakt mit der lokalen Wikipedia Editoren-Gruppe ist schon ein paar Jahre her. Seit Jahren treffen sie sich im Literatur-Café Goldmund, einem Café mit Hinterzimmer und direkt an der S-Bahn Station Ehrenfeld, dessen Wände von oben bis unten mit allerlei Totholz zugestellt ist. Erst vor kurzem feierte die Kölner Gruppe ihr 10-jähriges Bestehen.

Das letzte Mal, das ich da war, war zum 10-jährigen bestehen der Wikipedia, bei dem es einen Kuchen gab, der aussah wie das Wikipedia-Logo,  und die Konferenzschaltung zu einem anderen Kontinent aufgrund der schlechten Verbindung fehl schlug. Bei diesem Treffen lernte ich nicht nur einen Editor kennen, der nichts anderes in der Wikipedia tat, als Kommafehler zu beseitigen, sondern auch Raimond, mit dem ich im Laufe der Jahre immer wieder Berührungspunkte hatte. Zuletzt als es im letzten Jahr um die Wiki loves Monument Aktion ging, zu der ich selber ein paar Fotos aus Holweide beigtragen habe.

Das Lokal K ist für die Community eine große Sache. Schon von Anfang an sollte das Projekt auf viele Schultern verteilt werden, damit es auch über längere Zeit sinnvoll gestaltet werden kann. So gibt es fast 10 Verantwortliche, die sich um die Location kümmern. Die Einrichtung wurde von verschiedenen Personen gestiftet, oder – ein bisschen wie im Museum – ausgeliehen. Zuvor sollen es an dieser Stelle verschiedene orientalische Kaffe- und Teehäuser versucht haben; ohne Erfolg. Diesmal soll es aber etwas längerfristiges sein.

Das Grundprinzip: So offen wie die Wikipedia. Jeder darf mitmachen und gestalten. Jeden Donnerstag steht die Tür um 14 Uhr auf zum gemeinsamen Editieren, wie die Wikipedianer sagen. Aber auch andere Veranstaltungen finden im Lokal K statt, zum Beispiel das OK Lab, einem von der Open Knowledge Foundation initiierten Meetup zum Thema Open Data.

Die Miete bezahlt die Wikimedia, aber Personal gibt es nicht. Das es das Lokal K geben kann, liegt an den vielen ehrenamtlichen Helfer, erklärt Raimond im Podcast.

Wikipedia: Lokal K
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ikimedia Commons: Lokal K

Twitter: @Raimond_de Raimond Spekking

Titelbild: Lokal Köln Einzug Ostermontag CC BY-SA 3.0 von Geolina163

Lizenz des Podcasts und des Artikels: CC BY-SA Droid Boy

2 Kommentare Droid Boy Podcast Nr. 73 – Lokal K

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